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Tagung »Die Reformation als Medienereignis«


Der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern wird als ein Ausgangspunkt für die Reformation angesehen. Denn erst die Drucktechnik ermöglichte eine schnelle, günstige und europaweite Verbreitung der reformatorischen Gedanken, die so alle Bevölkerungsschichten erreichten. Dabei beeinflussten nicht nur die neuen Medien wie Flugschrift und Einblattdruck oder Liederdruck die Ausbreitung der Reformation, sondern umgekehrt erlebte das Druckgewerbe durch die Reformation eine ungeheure Expansion. Spezielle Drucktechniken setzten sich durch, neue Rezipientengruppen wurden erreicht und der Druck in der Volkssprache wurde zum Normalfall. Schließlich entwickelten sich ganz neue Mediengattungen wie Gesangbuch oder Katechismus: die Nutzung von Büchern wurde selbstverständlicher und alltäglicher Bestandteil von Frömmigkeit.
Die Tagung »Die Reformation als Medienereignis« stellt diese vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Reformation und Buchdruck in das Zentrum ihrer Untersuchung.