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Der Untergang der Gesellschaft Jesu als europäisches Medienereignis (1758-1773)

Christine Vogel

Der Untergang der Gesellschaft Jesu als europäisches Medienereignis (1758-1773)

Publizistische Debatten im Spannungsfeld von Aufklärung und Gegenaufklärung
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz, 207: Abt. Universalgeschichte
Mainz: von Zabern, 2006
ISBN: 978-3-8053-3497-6

Die Studie rekonstruiert auf breiter (bild-)publizistischer Quellenbasis die europäische Debatte um den Jesuitenorden im 18. Jahrhundert, sowohl in ihrem äußeren Verlauf als auch in ihren inhaltlichen Dimensionen.

Der länderübergreifende öffentliche Meinungsstreit trug nicht nur dazu bei, zentrale Anliegen der katholischen Aufklärung zu popularisieren. Darüber hinaus formierte sich ein “antiphilosophischer Diskurs” – eine offensive Kritik an den antiklerikalen und offenbarungsfeindlichen Strömungen der Aufklärung. Diese Debatte mit ihrer ausgeprägten verschwörungstheoretischen Dimension prägte dauerhaft das Bild des staatsfeindlichen Jesuiten, das in der Folgezeit immer wieder mobilisiert und politisch instrumentalisiert werden konnte.