Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zum 1. Juli 2021 die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) »Humandifferenzierung« bewilligt. Der Antrag wurde von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zusammen mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz (IEG) gestellt. Der SFB 1482 wird mit insgesamt rund 10 Millionen Euro für eine erste Periode von vier Jahren gefördert.
Im Mittelpunkt des SFB steht die Forschungsfrage, wie historische und gegenwärtige Gesellschaften ihre Mitglieder kategorisieren, räumlich trennen und ihnen damit jeweils andere soziale Zugehörigkeiten nahelegen. Die vom IEG seit 2012 im Rahmen seines Forschungsprogramms zum »Umgang mit Differenz im Europa der Neuzeit« geleistete Arbeit geht damit in einen interdisziplinären kultur- und sozialwissenschaftlichen Verbund ein. Beteiligt am SFB sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Geschichtswissenschaft am IEG sowie aus der Soziologie und Ethnologie, der Amerikanistik und Linguistik, der Theater-, Medienkultur- und Translationswissenschaft der JGU.