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Pressemitteilung: Frühere Mainzer Stipendiatin Izabela Mrzygłód mit renommiertem polnischem Geschichtspreis ausgezeichnet


Alumni

Mainz, 18.05.2026 – Die frühere Stipendiatin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG), Izabela Mrzygłód, erhält den renommierten Marian-Turski-Preis für ihre Dissertation, an der sie von September 2018 bis März 2019 am IEG in Mainz geforscht und geschrieben hat. Die im vergangenen Jahr auf Polnisch erschienene Monographie unter dem Titel „Universitäten im Schatten der Krise“ behandelt die politische Radikalisierung von Studentinnen und Studenten an den Universitäten Warschau und Wien in den 1930er Jahren. Sie ist in der angesehenen Reihe „Monographien der Stiftung für Polnische Wissenschaft“ erschienen. Izabela Mrzygłóds ist derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Warschau tätig und arbeitet dort an einem Forschungsprojekt zum Archiv des polnischen Historikers Włodzimierz Borodziej (1956–2021), das zusammen mit dem Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaft erschlossen wird.

Die in Warschau erscheinende Zeitschrift „Polityka“ zeichnet Izabela Mrzygłóds Dissertation mit dem Preis für historische Literatur in der Kategorie „Debüt“ für das Jahr 2025 aus, wie die Jury am 12. Mai 2026 bekannt gab. Für den Preis, der in fünf Kategorien vergeben wird, wurden mehr als 200 Bücher begutachtet. Der Preis der Zeitschrift wird seit 1959 verliehen und ist nach dem im vergangenen Jahr verstorbenen polnischen Journalisten jüdischer Abstammung Marian Turski (geb. 1926) benannt, der den Holocaust überlebte und in mehreren Konzentrationslagern, darunter im KZ Auschwitz, inhaftiert war.
In ihrer Begründung würdigt die Jury die Arbeit von Izabela Mrzygłód als ein „ausgereiftes“ und „wegweisendes“ wissenschaftliches Werk, das sichtbar mache, dass die Wege, die nach Auschwitz führten, nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien und Warschau ihren Ausgang nahmen. Die Universitäten fungierten dabei als Brennpunkte, an denen sich radikale Strömungen unter den Studierenden bündelten. Die Autorin analysiere treffend die damit verbundenen Prozesse, angefangen von Parolen bis hin zu physischer Gewalt.

In ihrer Begründung würdigt die Jury die Arbeit von Izabela Mrzygłód als ein „ausgereiftes“ und „wegweisendes“ wissenschaftliches Werk, das sichtbar mache, dass die Wege, die nach Auschwitz führten, nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien und Warschau ihren Ausgang nahmen. Die Universitäten fungierten dabei als Brennpunkte, an denen sich radikale Strömungen unter den Studierenden bündelten. Die Autorin analysiere treffend die damit verbundenen Prozesse, angefangen von Parolen bis hin zu physischer Gewalt.

Die Auszeichnung für Izabela Mrzygłód ist zugleich auch eine Anerkennung für das Stipendienprogramm des IEG, das seit den 1950er Jahren rund 1800 Stipendien vergeben hat, darunter auch 75 Stipendien an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen. Erster polnischer Stipendiat war Jerzy Holzer von der Universität Warschau, der 1965/66 nach Mainz kam und zum Thema „Parteien und Wahlen in der politischen Krise der Weimarer Republik 1928–1933“ forschte.
Das IEG gratuliert Izabela Mrzygłód herzlich zu ihrer Auszeichnung und freut sich über die Würdigung ihrer herausragenden Forschungsarbeit.

Das IEG gratuliert Izabela Mrzygłód herzlich zu ihrer Auszeichnung und freut sich über die Würdigung ihrer herausragenden Forschungsarbeit.

Das Leibniz Institut für Europäische Geschichte Das IEG, gegründet 1950 in Mainz, ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut und seit 2012 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Kontakt
Lia Börsch, Referentin Kommunikation, Presse und Veranstaltungsmanagement
boersch@ieg-mainz.de
Tel. 06131/ 39 33 245