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Pressemitteilung: Hochschule Mainz und Leibniz-Institut für Europäische Geschichte besetzen erste gemeinsame Professur mit Thorsten Wübbena


Mainz, 29.06.2026 – Die Hochschule Mainz hat Thorsten Wübbena zum 1. Juli 2026 auf die erste gemeinsame Professur mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) berufen. Mit der Professur für „Digitales Kulturelles Erbe“ stärken beide Einrichtungen ihre langjährige Zusammenarbeit in Forschung und Lehre im Bereich der Digital Humanities.

Die Professur ist am Fachbereich Technik der Hochschule Mainz angesiedelt. Thorsten Wübbena wird dort im Masterstudiengang „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften M.A.“ zu den Themen Daten-, Prozess- und Projektmanagement in den Geisteswissenschaften lehren und forschen. Gleichzeitig wird er weiterhin den Arbeitsbereich Digitalität der historischen Forschung sowie das DH Lab am IEG leiten.

„Ich freue mich sehr, die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem IEG und der Hochschule Mainz in dieser neuen Rolle weiter auszubauen. Mein Ziel ist es, die kritische Reflexion von Methoden, Praktiken und Theorien der Digital Humanities zu stärken und ihren wichtigen Beitrag zur Bewältigung zentraler Fragen einer digitalen Gesellschaft sichtbar zu machen. Hierbei konzentriere ich mich einerseits auf die speziellen Herausforderungen im Umgang mit Daten, andererseits auf die komplexen Abläufe und Organisationsaufgaben, die sich aus der Vielschichtigkeit digitaler Projekte ergeben. Daraus leiten sich auch meine künftigen Lehrschwerpunkte ab, die in den Bereichen dezentrale und modulare Forschungsinfrastrukturen im Bereich des kulturellen Erbes, der Modellierung von Kulturgutdaten sowie Prozess- und Projektmanagement liegen“, erklärt Thorsten Wübbena.

Kooperation stärkt Zusammenarbeit in Forschung und Lehre

Mit der gemeinsamen Professur vertiefen die Hochschule Mainz und das IEG ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Sie knüpfen damit an ihre langjährige Kooperation im Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) an und schaffen neue Möglichkeiten für gemeinsame Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Zugleich unterstreicht die Berufung das Potenzial organisationsübergreifender

Zusammenarbeit innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft, deren Institute eng mit Hochschulen und regionalen wie internationalen Partnern vernetzt sind.

Prof. Dr. Johannes Paulmann, Direktor des IEG, betont: „Ich freue mich, dass wir mit Thorsten Wübbena einen Kollegen für diese Professur gewinnen konnten, der durch seine umfangreiche Erfahrung in der digitalen geisteswissenschaftlichen Forschung und seine hervorragende Vernetzung in der Digital Humanities-Forschungslandschaft die Zusammenarbeit maßgeblich bereichern wird.“

Zur Person

Thorsten Wübbena studierte Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Geschichte. Nach Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Frankfurt, Saarbrücken und Heidelberg sowie der Gründung eines Unternehmens für Datenbanktechnologie leitete er von 2014 bis 2019 die Abteilung Digital Humanities am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris. Seit 2019 verantwortet er den Arbeitsbereich Digitalität der historischen Forschung und das DH Lab am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte.

Zum Leibniz-Institut für Europäische Geschichte

Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut in Mainz. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es erfüllt diese Aufgabe durch Einzel- und Gemeinschaftsvorhaben seiner Beschäftigten sowie der in- und ausländischen Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten. Seit 2012 ist das Institut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Pressekontakt: Lia Börsch, Telefon: +49 6131 39 393 43, E-Mail: boersch@ieg-mainz.de

Bildrechte: IEG. Fotografin: Angelika Stehle