Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission verleiht Urkunden zur Aufnahme von frühen Schriften der Reformation ins Weltregister des Dokumentenerbes der UNESCO
Am Donnerstag, 17. März, verleiht der Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Christoph Wulf, im Rahmen eines Festaktes die Urkunden zur Aufnahme früher Reformationsschriften in das UNESCO-Weltregister des Dokumentenerbes. Das Nominierungsdossier zu den Luther-Schriften wurde Irene Dingel, geschäftsführende Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz in Kooperation mit Lutherforschern aus der ganzen Welt erarbeitet. Die Veranstaltung findet im Refektorium des Lutherhauses Wittenberg statt. An der Urkunden-verleihung nimmt unter anderem auch Prof. Dr. Gerhard Robbers, Justizminister und Reformationsbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz, teil.
Zu diesem Anlass sind Presse- und Medienvertreter herzlich eingeladen.
Urkundenverleihung UNESCO-Dokumentenerbe
Donnerstag, 17. März, 19:30 Uhr
Refektorium des Lutherhauses
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
Die 14 frühen Schriften der Reformation, darunter ein Handexemplar von Luthers Hebräischer Bibelausgabe, ein Plakatdruck der 95 Thesen, die Bibelübersetzung und seine Schrift an die Ratsherren zur Einrichtung von Schulen, wurden im Oktober 2015 in das UNESCO-Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen. Sie stehen für die verschiedenen Facetten der von Luther ausgehenden Reformation und sind in ihrer inhaltlichen Aussage, ihrer materiellen Beschaffenheit und historischen Über-lieferung einzigartig.
Die in das Weltregister aufgenommenen Dokumente werden verwahrt in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, der Anhaltischen Landesbücherei Des-sau, der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek – Klassik Stiftung Weimar, der Forschungsbibliothek Gotha, dem Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, der Universitätsbibliothek Heidelberg, der Stadtbibliothek Worms und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.