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Markion

Gerhard May

Markion

Gesammelte Aufsätze
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte, 68: Abt. Abendländische Religionsgeschichte
Mainz: von Zabern, 2005
ISBN: 3-8053-3593-8

Markion gilt als eine der interessantesten Gestalten der Kirchengeschichte. Die Überzeugungskraft der von ihm propagierten Lehre und die Krise, die sie in der noch jungen christlichen Kirche auslöste, soll — nach dem Zeugnis des Eusebius — einst Polykarp von Smyrna dazu veranlasst haben, ihn als „Erstgeborenen des Satans“ zu titulieren. Bis heute sieht man in Markion den „erfolgreichste(n) Häretiker des 2. Jahrhunderts“ (Gerhard May).

Generationen von Forschern haben sich unter wechselnden Fragestellungen und verschiedenen Perspektiven mit dem Auftreten und der Wirkung Markions beschäftigt, wobei die Markion-Forschung durchaus unterschiedlichen Konjunkturen unterlegen war. Als einer derjenigen, der die Diskussionen in den letzten zwanzig Jahren entscheidend befruchtet und angeregt hat, ist Gerhard May hervorgetreten, zu dessen 65. Geburtstag am 7. November 2005 dieser Sammelband erscheint.