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Oswald Spengler als europäisches Phänomen

Zaur Gasimov (Hg.)Carl Antonius Lemke Duque (Hg.)

Oswald Spengler als europäisches Phänomen

Der Transfer der Kultur- und Geschichtsmorphologie im Europa der Zwischenkriegszeit (1919-1939)
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz: Beihefte, 99: Abt. Universalgeschichte
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2013
ISBN: 978-3-525-10126-1

Kaum ein anderer deutscher Denker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in der unmittelbaren Nachkriegszeit ab 1918/1919 so intensiv zitiert, besprochen und kritisiert worden wie der Kultur- und Geschichtsphilosoph Oswald Spengler (1880–1936). Die in diesem Band zusammengeführten Beiträge bieten erstmals einen systematischen Zugang zum Phänomen der zahlreichen und vielschichtigen „Transfers“ der Kultur- und Geschichtsphilosophie Spenglers im Europa der Zwischenkriegszeit und behandeln die Rezeptionswege ausgewählter Länder West-, Ost- und Südosteuropas. Die Tiefenwirkung der unterschiedlichen „Spengler-Rezeptionen“ löste bereits in seiner Frühphase einen transnationalen Europa-Diskurs kultureller Selbstbehauptung aus, der bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinüberstrahlen sollte. „Oswald Spengler als europäisches Phänomen“ erweist sich dabei als überaus geeignetes Fallbeispiel zur Überprüfung und Weiterentwicklung neuerer Ansätze der Kulturtransferforschung.