Im Zuge europäischer Expansion diskutierten ab dem späten 19. Jahrhundert islamische Gelehrte zunehmend die Inhalte des legitimen Kriegs: war der Dschihad ein Krieg zur Verteidigung muslimischen Gebiets gegen westlichen Imperialismus oder durfte er der Errichtung islamischer Regime dienen? Bis heute berufen sich die meisten Gelehrten, aber auch radikale Gruppen wie al-Qa`ida, auf einen Verteidigungs-Dschihad.
In Kooperation mit dem Seminar für Orientkunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Vortrag findet statt innerhalb der Vortragsreihe »Religion und Gewalt: Eine ambivalente Beziehung in Geschichte und Gegenwart« und wird von der DFG-finanzierten und am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte angesiedelten Emmy Noether-Nachwuchsgruppe »Glaubenskämpfe: Religion und Gewalt im katholischen Europa, 1848-1914« organisiert.
Mit einem Kommentar von Prof. Dr. Bekim Akai, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam, Professor für Kultur und Gesellschaft des Islam in Geschichte und Gegenwart