Nach dem Bildersturm der niederländischen Reformer (1566) und der darauf folgenden Strafaktion zerfielen die niederländischen Provinzen in einem Bürgerkrieg. Trotz späterer Versuche, mittels formaler »Akte des Vergessens« das Gedenken an den Bildersturm zu unterdrücken, waren Manifestationen der Erinnerung zahlreich. Diese können dazu dienen, die sich verändernde Bedeutung von religiöser Gewalt bis ins 20. Jahrhundert nachzuverfolgen.
In Kooperation mit dem Historischen Seminar – Abteilung Neuere Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Vortrag findet statt innerhalb der Vortragsreihe »Religion und Gewalt: Eine ambivalente Beziehung in Geschichte und Gegenwart« und wird von der DFG-finanzierten und am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte angesiedelten Emmy Noether-Nachwuchsgruppe »Glaubenskämpfe: Religion und Gewalt im katholischen Europa, 1848-1914« organisiert.