Im Spanischen Bürgerkrieg wurde die ideologische Spaltung regelmäßig religiös konnotiert, die Fälle religiöser und antiklerikaler Gewalt sind zahlreich. Auf der franquistischen Seite wurde der Krieg als »Kreuzzug« propagiert, wobei sowohl auf das Erbe katholischer Intellektueller sowie auf pietistische und liturgische Traditionen zurückgegriffen wurde. Beide forderten »reinigende« Gewalt, die charakteristisch für die Katholische Armee Francos wurde.
In Kooperation mit dem Historischen Seminar – Abteilung Neueste Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Vortrag findet statt innerhalb der Vortragsreihe »Religion und Gewalt: Eine ambivalente Beziehung in Geschichte und Gegenwart« und wird von der DFG-finanzierten und am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte angesiedelten Emmy Noether-Nachwuchsgruppe »Glaubenskämpfe: Religion und Gewalt im katholischen Europa, 1848-1914« organisiert.