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Pressemitteilung: Wie gelingt die „biodiverse Wende“? Podiumsdiskussion in Mainz


Mainz, 28. September 2026. Arten verschwinden, Ökosysteme geraten unter Druck – und mit ihnen Lebensgrundlagen, von denen auch die menschliche Gesellschaft abhängig ist. Doch Biodiversität ist mehr als eine Frage des Naturschutzes: Sie ist eine Grundlage gesellschaftlichen Zusammenlebens. Davon gehen der Rechtswissenschaftler Jens Kersten und der Wissenschafts- und Technikhistoriker Helmuth Trischler in ihrem 2025 erschienenen Buch Rettet die Vielfalt. Manifest für eine biodiverse Gesellschaft aus. Darin fordern sie eine „biodiverse Wende“ und einen grundlegenden Wandel im gesellschaftlichen Umgang mit biologischer Vielfalt.

Was aber bedeutet es, Biodiversität nicht nur zu schützen, sondern als Grundlage gesellschaftlichen Handelns zu verstehen? Wie müssten Politik, Wirtschaft, Recht, Infrastrukturen und Wissenschaft gestaltet werden, um Vielfalt zu erhalten und ihr Gedeihen zu fördern? Diesen Fragen widmen sich die Autor:innen des Manifests gemeinsam mit WWF-Vorständin Heike Vesper und dem Soziologen Sighard Neckel am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 18:30 Uhr im Naturhistorischen Museum Mainz bei der öffentlichen Podiumsdiskussion „Eine biodiverse Gesellschaft ist möglich?!“

Zu den Diskutierenden

  • Dr. Jens Kersten ist Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und beschäftigt sich unter anderem mit den rechtlichen Dimensionen ökologischer Transformation.
  • Dr. Helmuth Trischler ist Wissenschafts- und Technikhistoriker und war langjähriger Forschungsdirektor des Deutschen Museums in München; seine Forschung befasst sich unter anderem mit dem Verhältnis von Mensch, Technik und Umwelt.
  • Heike Vesper ist Meeresbiologin und Vorständin für Transformation & Politik beim World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland. Zuvor leitete sie dort unter anderem den Bereich Meeresschutz.
  • Dr. Sighard Neckel ist Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Der Soziologe forscht unter anderem zu gesellschaftlichen Folgen der Klimakrise und veröffentlichte 2025 das Buch Katastrophenzeit. Vom Ende der Normalität.

Die Diskussion bildet den öffentlichen Höhepunkt der Konferenz „Leben in Vielfalt – Vision und Praxis der biodiversen Gesellschaft“, die am 1. und 2. Oktober im Naturhistorischen Museum Mainz stattfindet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen beschäftigen sich dort mit den gesellschaftlichen, ökologischen, rechtlichen und kulturellen Dimensionen einer biodiversen Zukunft.

Die Konferenz und die Podiumsdiskussion werden vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“ und dem Naturhistorischen Museum Mainz veranstaltet.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum IEG

Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut in Mainz. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es erfüllt diese Aufgabe durch Einzel- und Gemeinschaftsvorhaben seiner Beschäftigten sowie der in- und ausländischen Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten. Seit 2012 ist das Institut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Kontakt

Presse: Lia Börsch, +49 (0)6131 39 39343, boersch@ieg-mainz.de