Der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft und Gesundheit Clemens Hoch besuchte am Montag das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz. Im Gespräch konnten ihn Direktorin Prof. Dr. Nicole Reinhardt und Direktor Prof. Dr. Johannes Paulmann, Mitarbeitende sowie Stipendiatinnen des IEG über aktuelle Forschungsvorhaben und das Stipendien- und Gästeprogramm des Instituts informieren.
Der Minister freute sich, dass das IEG Nicole Reinhardt als neue Direktorin des IEG, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte gewinnen konnte. Sie ist seit Oktober 2022 im Amt. „Wir freuen uns, dass mit Ihnen eine international so hochkarätig vernetzte Wissenschaftlerin Teil der Leitung des IEG wird. Wir sind gespannt auf die neuen Impulse, die unser IEG durch Frau Prof. Dr. Nicole Reinhardt erhalten wird“, sagte Minister Hoch. Die Direktorin leitet gemeinsam mit Direktor Paulmann, Leiter der Abteilung für Universalgeschichte, das IEG.
Gemeinsam mit Mitarbeitenden und Stipendiatinnen stellten Reinhardt und Paulmann verschiedene Forschungen am IEG vor. Sie informierten den Minister über die Entwicklung der digitalen historischen Forschung am IEG. Der Arbeitsbereich „Digitale Historische Forschung“ bündelt die Entwicklung digitaler Methoden und die Aktivitäten digital gestützter Forschung zur europäischen Geschichte und wirkt in alle Forschungsbereiche des IEG hinein. Damit war er eine wichtige Voraussetzung für das im November 2022 bewilligte Konsortium „NFDI4Memory“, das das IEG jetzt mit Konsortialsprecher Johannes Paulmann leitet. „4Memory“ integriert bundesweit erstmals historische Forschungs-, Gedächtnis- und Informationsinfrastrukturen in einer digitalen Forschungsdateninfrastruktur. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur „NFDI“ ab März 2023 über fünf Jahre hinweg durch Bund und Länder mit voraussichtlich 2,3 Millionen Euro pro Jahr.
Bei einem Rundgang wurde dem Minister außerdem die Institutsbibliothek, die mehr als 90.000 Titel zur Geschichte Europas seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bietet, sowie das Wohnheim für Stipendiatinnen und Stipendiaten gezeigt. Das IEG hat seit seiner Gründung 1950 bis heute mehr als 1.200 Nachwuchswissenschaftler:innen aus ca. 50 verschiedenen Ländern gefördert. Es ermöglicht seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten, konzentriert ihr eigenes Forschungsvorhaben zu verfolgen.
Der geschäftsführende Direktor Johannes Paulmann dankte Minister Hoch für seinen Besuch und betonte, dass fundiertes Wissen um historische Zusammenhänge in den Debatten über Europa gerade heute von besonderer Bedeutung sei.
Das IEG
Das IEG ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut und seit 2012 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Es betreibt und fördert Forschungen zu den politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und befasst sich mit aktuellen Entwicklungen in den Digital Humanities. Sitzland des IEG ist Rheinland-Pfalz.
Weitere Informationen:
Dr. Juliane Schwoch, Telefon: +49 6131 39 39 343, E-Mail: schwoch@ieg-mainz.de